Bürgersprechstunde zur Rehabilitierung von SED-Unrecht am 18.05.2018 in Riesa

Pressemitteilung 12/2018 des SÄCHSISCHEN LANDESBEAUFTRAGTEN ZUR AUFARBEITUNG DER SED-DIKTATUR vom 14.03.2018

Bürgersprechstunde zur Rehabilitierung von SED-Unrecht in Riesa

Der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Lutz Rathenow, führt im Zuge seiner überregionalen Beratungsinitiative zu Fragen der Rehabilitierung von SED-Unrecht auch eine Sprechstunde in Riesa durch. Bei der Beratung können neben Fragen zu Möglichkeiten der Wiedergutmachung von politisch motiviertem Unrecht auch laufende Rehabilitierungsverfahren besprochen werden. Fragen zu politisch motivierten Benachteiligungen oder ungeklärten Schicksalen in der DDR können ebenfalls erörtert werden, da auch die Lösung lebensgeschichtlicher Fragestellungen durch den neuen gesetzlichen Auftrag in den Fokus der Arbeit des Sächsischen Landesbeauftragten gerückt ist.

Die Bürgersprechstunde in Riesa findet am 16. Mai 2018 von 09:00 bis 18:00 Uhr im Sitzungs-zimmer 1.8. (1.OG) des Rathauses (Rathausplatz 1) statt. Telefonische Rücksprachen sind während der Sprechzeit möglich (03525-700-286). Für eine barrierefreie Beratung melden Sie sich bitte im Eingangsbereich des Rathauses.

Lutz Rathenow und sein Team beraten zu den Möglichkeiten strafrechtlicher, beruflicher und verwaltungsrechtlicher Rehabilitierung von SED-Unrecht. Ziel der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze ist es, den Opfern einen Weg zu eröffnen, die rechtsstaatswidrige Verurteilung aus dem Strafregister zu entfernen, sich vom Makel persönlicher Diskriminierung zu befreien, fortwirkendes Unrecht aufzuheben und soziale Ausgleichleistungen in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus informiert Lutz Rathenow über die 2007 beschlossene SED-Opferpension - eine monatliche Zuwendung in Höhe von 300€ für diejenigen, die in der DDR aus politischen Gründen mindestens 180 Tage in Haft waren.

Außerdem besteht die Möglichkeit Akteneinsicht beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zu beantragen.

Zu jeder Zeit kann beim Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Dresden telefo-nisch ein Beratungstermin vereinbart werden (0351-656-8110).

Pressekontakt:
Maximilian Heidrich, M.A.
Sachbearbeiter beim Landesbeauftragten
Unterer Kreuzweg 1 | 01097 Dresden
Tel.: +49 (0)351.65681-15 | Fax: +49 (0)351.65681-20
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